Getrieben werden wir oft genug im Leben- durch Ängste, Verpflichtungen und Visionen. Nach über der Hälfte meiner geplanten Zeit spüre ich, das etwas falsch läuft oder vielleicht habe ich mein Projekt auch mit einem falschen Ansatz begonnen. Ich habe das Buch 📙 zu sehr in den Fokus gestellt. Es sollte Glücksmomente schenken, beim Lesen Spass machen und dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und sogar wie es aussehen sollte stand in meinem Kopf fest. Quadratisches Format und die Zeichnungen auf Büttenpapier. Es wäre besser gewesen, meine Reise ohne innerliche Zwänge zu machen. Und darauf zu trauen, dass etwas wundervolles passiert. 🙈 Wer fängt schon seine Reise mit einem Buchtitel „Auf der Suche nach dem Glück“an, bevor die Reise begonnen hat … Der Titel ist definitiv gestrichen.

Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetze merke ich, dass man Glück nicht finden kann.. Wächst ja auch nicht gerade im Wald, es passiert einfach. Wir können sicherlich mit einer positiven Einstellung steuern, wie oft es passiert. Jedoch eigenes Glück zu erfahren und aufregende Glücksgeschichten von anderen Menschen zu bekommen, sind zwei verschiedene Dinge. Eigentlich hatte ich es schon am 5. Tag gemerkt, dass es zu viel des Guten ist und habe es leider nur bedingt geändert.

Ich danke meinem Freund Ramon für den gestrigen Tag. Es ist auch mal schön, mit jemandem zusammen zu fahren. Dann kann man auch mal beim Radeln quatschen. Kann man auch wenn man alleine fährt  – spätestens wenn man an einer Promenade ankommt, sollte man seine lauten Selbstgespräche einstellen. Zeitweise habe ich überlegt, ob ich mir vorn einen gemalten Volleyball 🏐 befestige, mit so einem Handabdruck drauf, die Finger als Haare und so..

Ich danke Dir auch für die Nacht im Zimmer (nicht falsch verstehen, bei Ramon würde auch die rote Lampe der Schulterklappen dauerhaft leuchten)

Auch für den gut gemeinten Rat, meine Reise mehr mit dem Bauch, als mit dem Kopf zu steuern. Und dies mache ich von nun an. Mein Geldbeutel war so gut gefüllt, dass ich 3 Tage ohne Verkauf von Bildern auskommen würde. Auch die 1000 km, die ich unbedingt fahren wollte sind nun zweitrangig (wenn sich jemand findet, kann er ja mit dem futurebike ein paar Runden drehen, um die Kilometer aufzustocken) auch für meinen Weg habe ich im Moment keinen Plan. Ich habe heute Nachmittag das Meer genossen, habe mich von den Wellen ans Ufer treiben lassen… Bis ein Kind kam und mich nass spritzte. Worauf ich fragte, was soll das denn? „Na ich will den gestrandeten Wal 🐳 retten.“… Seitdem wird ein Kind vermisst..

Das war natürlich ein Spaß.😇😉

Von der Sonne trocknen lassen… dabei fiel mir ein wunderbarer kleiner Stein auf. Eine Seite ganz glatt und die andere, wie ein mehrschichtiges Plateau. Und ich hatte nicht danach gesucht. Der Stein hatte mich gefunden. Man sagt auch das Kunstwerke ihren Besitzer finden und nicht umgekehrt und so hoffe ich mich die Tage in eine spannende Geschichte treiben zu lassen.

Wie Federn im Wasser, ohne eigenes Ziel, einfach treiben lassen und die Sonne genießen.

Jeder sollte zwischendurch auch mal auf die Bremse treten, vielleicht den Kurs ändern, aber zumindest auf seinen Bauch hören und dem Gefühl folgen.

Euer Glücksmaler, der im Moment seine Familie sehr sehr vermisst.

3 Kommentare

  1. Simone

    Hallo Reisender 🙂 Aus meiner eigenen Erfahrung heraus ist der Sinn nicht die geschäftliche Vorausplanung. Das hält nur auf. Die Frage ist doch: wie finde ich „ES“ das was alles öffnet in Dir und damit auch Aussen. Der Druck im Aussen Geld zu verdienen blockiert oft vieles. Ich habe das Gefühl das Du da irgendwo festgefahren bist. Übrigens für mich ist die Kraft der Natur der größte Glücksimpuls. Vielleicht ist Rückzug, die Lichter des Nordens und eine Maltechnik nur für dich, die du aus Dir schöpfst …siehe Aquarell…. in der Stille ohne Kopf und Ansatz für den Verkauf ja dein Weg zum Es. Damit der Druck der Aufträge verschwindet und die Resonanz des von innen strahlenden Glücks anwächst. Namaste. Eine unbekannte Freundin auch auf dem Weg des Glücks. Simone.

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  2. Simone

    Ich bin es nochmal. Simone. Mir gingen deine Gedanken zu deinen Mohnbildern nicht aus dem Kopf. Weißt du was ich glaube? Mohn wirkt beruhigend und kraftvoll zugleich. Seine Blüten zeigen die Vergänglichkeit wenn sie voll Leichtigkeit mit dem Wind fliegen und er den Samen in alle Winde verteilt. Ist das nicht der Weg? Aus der entspannten Tiefe schöpfen, in Leichtigkeit verändern und verteilen. Du bist ein Glücksmaler, daher lieben die Menschen den Mohn. Es ist die Hoffnung die du malst.

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