Vorab.. Sorry, das Tag 9 heute erst folgt. Es gibt tatsächlich Gegenden (Salzhaft bei Boinsdorf), die unterm Radar liegen.. Gott sei Dank

Meinen kreativen Maltag ließ ich mit Celina, der 15 jährigen Tochter ausklingen. Wir malten zusammen ein Bild, ein Aquarell, und kamen  ins Gespräch. Oh ja die Liebe, Schmetterlinge im Bauch und eine unbändige Sehnsucht nach Nähe zum Partner. Nur Mist, wenn der Geliebte so weit weg ist. Lieber würde man die Zeit mit seinem Partner auf einem Dixi verbringen, statt mit seinen Eltern an der Ostsee abzuhängen. Woher kommt dieses innige Gefühl und wohin geht es, wenn man älter wird und entschuldigt, dass die Pupse nicht mehr nach Rosenduft duften. Die rosarote Brille verschwindet.. (PS. Engel, bei mir nicht, ich habe immer eine auf, sogar noch stärker.. Pink.)

Es kann schon sein, dass die Atemnot und die Euphorie nachlässt, wenn der „Alte“ von der Arbeit kommt und anstatt mit einem Picknickkoffer einen Sonnenuntergang den Abend beginnen lässt. Und stundenlang in einer Pose verharrt (auch wenn sämtliche Gliedmaßen eingeschlafen sind), um jegliche Wärme seines Liebsten zu spüren. So sitzt man stundenlang und wartet auf mindestens 2 Sternschnuppen (doppelt hält besser), um sich zu wünschen, nie wieder voneinander getrennt zu sein.

Solche Momente bedeuten Glück.  Man schafft alles und setzt unbändige Energien frei, wirklich alles im Einklang zu halten. Arbeit, Sport, Freunde und mindestens 25 Stunden sind an einem Tag kein Unding mehr.

Vielleicht ist es das, was die Liebe ausmacht. Ich denke, auch die Kraft sollte man für einen Partner aufbringen, sicherlich nicht 6 Monate und jeweils 25 Stunden am Stück. Aber hin und wieder tut es beiden Partnern gut.

Und was man dem Jungspund allemale voraus hat und sicherlich erst nach und nach aufgebaut werden kann ist Vertrauen und ein Gefühl, man könnte nicht nur die Wünsche durch Sternschnuppen beeinflussen, sondern direkt zum Ursprung dieser reisen.

Mit Gedanken an die Liebe schlief ich zufrieden auf der Couch mit André ein. Wir lagen uns entgegengesetzt gegenüber, also 69 iger, um noch mehr Platz zu gewinnen. Frisch geduscht störte es auch nicht, wenn man seitweise mit den Füßen des anderen kuschelte. Den kleinen Rabauken Adrian schoben wir liebevoll ins Schlafzimmer zu Jana und Celina ab, um noch mehr Platz zu gewinnen.

Am nächsten Morgen versuchte ich noch einmal und auch letztmalig auf der Seebrücke meine Bilder anzupreisen. Nicht nur teilweise mitleidige Blicke (auch wenn sich 96 Prozent für das nebenstehende Rad mehr interessieren als für meine Kunst) sind echt frustrierend.

So beim vorbeilaufen zu fragen „wieviel Mille“…??!! Ich vertieft vom Malen aufschauend.. „so 15 bis 20 Euro“ viele Fragezeichen ❔ auf seinem Gesicht und einem kurzem zucken seiner Mundwinkel und Augenbrauen ließen einen Lichtblitz erkennen: „ahhh, ich meinte das Fahrrad 🚲“…. Vielen Dank.. Frustriert packte ich meine Sachen und fuhr zielstrebig zur Weißen Wieck. Ich hatte vom dortigen Koch einen Tipp bekommen, das die Kurdirektorin sehr kunstaffin sei. Leider hatte die Dame des Hauses keine Zeit… Sind ja eigentlich auch keine Manieren, unangemeldet Zeit zu stehlen. Aber irgendwie haben es ja die berüchtigten Staubsaugervertreter mit dieser Methode zu großem Erfolg gebracht. Dafür nahm sich die liebe Anke für mich Zeit und ich wurde mit einer vertrauenswürdigen Geschichte belohnt, die viel mehr Wert hat als ein unterm Wert 😉verkauftes Bild. Fazit Ihres Glücksmomentes „Glück bedeutet, sich selber wiedergefunden zu haben“

Wie wahr, nur wer sich versteht und sich selber zumindest mag ist auch für die Liebe bereit. Und manchmal brauchen Schmerz und tiefe Wunden Zeit, um nicht nur sein Leben zu leben, sondern es wieder zu fühlen. Danke, Anke 😊😉

Mit der Erkenntnis radelte ich weiter Richtung Boinsdorf. Ein  Abstecher zu einem Freund in Wismar, ein schönes Gespräch, ein Eis und ein Fischbrötchen zauberten mir ein Lächeln für die Weiterreise in Gesicht. (Piki Kopf hoch.. Nach jedem Regen ☔, folgt Sonnenschein… Das ist nicht meine Philosophie, sondern ein Naturgesetz.)

  • Im Salzhaft mein Zelt aufgebaut freute ich mich auf einen Besuch, den ich am nächsten Tag morgens in aller Frühe erwarten sollte.

Viele liebe Herzensgrusse, Euer Glücksmaler

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