Die Nacht war eine Qual… Irgendwie gewöhne ich mich an mein Mini-Me Zelt nicht. Da ich auf einem Hügel geschlafen habe und die Luftmatratze extrem glatt ist, musste ich mich die ganze Nacht ständig nach oben schieben.. Daher wohl mein auch Traum vom Skispringen.

Morgens um 6.45 Uhr mit Mut und Elan aufgewacht, schwor ich meinem Glück heute auf die Sprünge zu helfen. Glück scheint vielleicht auch ein wenig Aberglaube zu sein. Vergebens nach einem Schornsteinfeger gesucht, einem Mann mit seinem Hund für 1,2 km gefolgt und am Strand von Möwe zu Möwe gehüpft… Nichts passiert. Und dann das. Ich wollte mein T-shirt im Waschraum waschen. Links ein Waschbecken für Geschirr, rechts ein tiefes Waschbecken für Kleidung. Nur stand ein Korb davor und ich wusch mein Zeug links. Bis mich eine Dame nett darauf hinwies, die rechte Seite zu benutzen. Gesagt, getan. Plötzlich sprach Sie mich erschrocken an. Mit leichtem Ekel in ihrem Gesichtsausdruck zeigte sie auf ein vermutliches Stück Kot, das im Waschbecken lag und mir wohl aus der Wäsche gerutscht zu sein schien. Ich zögerte nicht, griff zu und ein hielt eine von mir mehrfach durchgespülte Nacktschnecke in meiner Hand… Zumindest was von ihr übrig war. Schnell klärten wir das Missverständnis unter lautem Gelächter auf.. Sie sagte noch, sowas könnte ja auch mal passieren. Die Geschichte war so surreal, dass ich die aus dem Waschraum geworfene Rest-Nacktschnecke suchte, um ein ein Foto als Beweis zu machen. Es wurde nicht besser, als mich erneut eine sich räuspernde Dame auf das Häufchen aufmerksam machte. Schwamm drüber….

Gedanken sind treibende Kräfte, so sagt man. Die Campingplatz Chefin Martina kaufte mir nicht nur das Leuchtturm Aquarell ab, sondern sogar noch ein Pastellbild vom Meer. Und als Höhepunkt erzählte mir ihre Mutter ihre Lebensgeschichte und gab sehr tiefgründige Ratschläge zum Thema Leben und Glück. Dabei durfte ich die 84 jährige Hille mit meinem Handy filmen. Tolle Frau mit viel Tiefsinnigkeit und Humor..

PS. „Glücksmomente und Tipps zum Glücklich sein folgen im Buch“ und alles Dank eines Stückchen… Schnecke.

Also ab in den Sattel geschwungen.. Aua.. Da war noch was… Lieben Gruß an Steffen Rademacher.  Dein Rad ist Kometenmässig.. Windschnittig, schnell, graziös und überhaupt fühle ich mich damit, als wenn ich mit einem Porsche in den 80 igern im Ostblock umhercruise .. Mit Arm raus und Billy Idol voll aufgedreht.. 😉… Aber wieso tut einem bei so einem Rad der Hintern so weh?

Über Kappeln ging es nach Olpenitz. Am Strand habe ich mit Kreide und Aquarell für Nachschub gesorgt und Ausschau nach einem Zeltplatz gehalten.

So gelang ich zu einem Hotel mit anschließendem Camping Platz, an den Inhaber Torsten Beinlich, den ich mit einem fröhlichen „moin, ich hätte gerne einen Platz für mich und minime.“ begrüßte…. Woraufhin Torsten trocken grinsend meinte, 100 Euro… Und ich dann, „wie, ich wollte es umsonst“ – da wollte der Spaßvogel mich glatt auf die Schippe nehmen.

Sein positives Erscheinungsbild und sein verschmitztes Lächeln verschwanden aber auch bei meinem Konter nicht. 👌

Gesagt, getan und 1 Aquarellbild gegen Schlafplatz auf einer grünen Wiese, in Wassernähe und obendrein ein leckeres Essen aus seiner Küche getauscht. Später nahm Torsten sich noch Zeit, um mir seine Methode zum „Dauerstrahlen“ auf dem Weg zu geben…(Erfahrt ihr im Buch)

Was für ein schöner Tag und es graut mir vor der Nacht. Übrigens, ich schlafe jetzt andersrum im Zelt.. Es ist viel geräumiger. … 🙈Ja, Ich weiß, aber wer schläft denn gerne mit dem Kopf zu Tür – auch zelten will gelernt werden…

Gute Nacht und liebe Grüße euer Glücksmaler

 

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